Weiss- und Rotkohl, DIe Klassiker unter den Kohlsorten

Hier erhaltet ihr wichtige Informationen über die beiden Kohlklassiker, Rot- und Weisskohl. Da sich die Herknuft, der Anbau und die Ernte der beiden Kohlsorten ähneln, haben wir die beiden Produkte zusammen gefasst. Viel Spaß beim Informieren.

Wissenswertes über Weisskohl

HERKUNFT UND MERKMALE:

Weisskohl (auch Weisskraut im Süden genannt) gehört mit zu den Kohlsorten und besteht aus einem großen und runden Kohlkopf. Von innen ist der Weisskohl eher hell grün bis weißlich. Von außen sind die Blätter kräftiger in der Farbe. Der Weisskohl lässt sich das ganze Jahr gut lagern und man kann ihn fast auf der ganzen Welt erhalten. Am besten schmeckt der Kohl jedoch in der späten Herbstmonaten bis in den Winter hinein. Der weiße Kohl gehört mit zu der Familie der Kreuzblütler. Er ist eng mit Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl und Rotkohl verwandt. Dazu gehören aber auch unter anderem Senf, Kresse und Rucola.




Anbau Vom WeissKohl:

Der Weisskohl kann am besten an einem sonnigen Standort wachsen. Der Kohl bevorzugt einen nährstoffhaltigen sowie lehmigen Boden und viel Niederschlag.

Weisskohl wird im August ausgesägt, man kann ihn aber auch als Pflanze im Oktober ins Beet setzten. Geerntet wird er dann im Frühling. Man sollte den Kohl allerdings nicht jedes Jahr an derselben Stelle aussäen bzw. auspflanzen sondern lieber 2-3 Jahre wartet, so wird der Schädlingsbefall geringer.



Geschmack und Zubereitung:

Aus Weisskohl kann man z. B. leckere Weisskohlsalate, Aufläufe oder Eintöpfe zaubern. Rezeptvorschläge gibt es hier.

Ernte und Lagerung:

Geerntet wir der Weisskohl im Frühling bzw. Frühsommer, dies ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Damit der Weisskohl länger haltbar ist, kannst du den Kohl in eine Plastiktüte oder Frischhaltefolie legen und dann ca. 2 Wochen im Kühlschrank lagern. Schlechte bzw. kranke Blätter sollten entfernt werden. 


Hinweis: Die Nährwertangaben unterliegen Schwankungen,

da es sich um Naturprodukte handelt.



Tipps beim einkaufen:

Beim Kauf solltest du darauf achten, dass der Kohl noch die dunkelgrünen Außenblätter besitzt, da das ein Zeichen der Frische ist. Wenn der Kohl schon von außen weiß ist, dann wurde dieser Kohl vermutlich schon vor geputzt und schon weit ins Innere vorgearbeitet. Im Bestenfall sollte der Kohl keine großen Schrammen und keine schwarzen Flecken besitzen, das könnte ein Hinweis auf Schimmelbefall sein.

 

Wenn du schon gleich einen geschälten und geraspelten Kohl haben möchtest, dann kauf dir einfach den Gemüsinis Weisskohl. Schon geschnitten und vorbereitet und eine gute Portionsgröße von 400g. Der Kohl ist noch nicht gekocht oder vorgegart und besitzt somit noch alle wichtigen Inhaltsstoffe.


Das besondere am Weisskohl:

Der Weisskohl wird nicht nur als Lebensmittel verwendet sondern dient auch als Heilstoff in der Medizin. Als Lebensmittel liefert er uns viele Nähr- und Vitalstoffe. Er enthält z.B. Kalium, Kalzium, Mineralstoffe (wie Eisen und Kupfer), Senföle und die Vitamine A, B, C und E. Seine Spezialität ist der Magen-Darm Trakt. Geschwüre können somit innerhalb weniger Wochen reduziert werden. Er wirkt entzündungshemmend und kann auch das Gewicht regulieren. Früher wurde der Kohl auch in der Medizin eingesetzt, die äußerlichen Blätter wurden als Umschläge und Auflagen verwendet. Der rohe Saft des Kohls wurde getrunken und half somit gegen Magen-Darm Beschwerden. Gekocht oder auch in roher Form dient der Kohl zur Senkung des Cholesterinspiegels. Wenn man den Kohl dünstet und verzehrt dann binden sich die Gallensäuren besser im Darm, die dann wieder mit Cholesterin beladen sind. Die Gallensäuren und Cholesterin sind nun an den Ballaststoffen gebunden und können besser ausgeschieden werden. Dadurch sinkt der Cholesterinspiegel.


Wissenswertes über Rotkohl

Herkunft und Merkmale:

Schon bereits im 8. Jahrhundert waren Kopfkohlarten in Europa bekannt. Seit dem 11. Jahrhundert wird zwischen Rot- und Weißkohl unterschieden. Am häufigsten wachsen die Kohlarten an dem Mittelmeer und an den Westküsten Europas.

Der lateinische Name lautet Brassica oleracea var. capitata L. f. rubra.

Der Rotkohl eben so auch der Wirsing und Weißkohl stammen von dem Wildkohl ab. Sie mögen die feuchte Luft und haben viele Gemeinsamkeiten und können somit problemlos zusammen angebaut werden.

Der Rotkohl im Vergleich zu Weißkohl ist im Wuchs etwas kleiner und fester.  



Anbau Rotkohl:

Der Rotkohl wird im Frühling ausgesät oder gepflanzt. Er benötigt viel Feuchtigkeit und einen nährstoffreichen Boden. Geerntet kann der Kohl dann schon ab Mai bis in den Dezember hinein. Die meisten Rotkohlsorten werden allerdings im Herbst geerntet. Aus diesem Grund wird er bei uns auch eher als Herbst- und Wintergemüse angesehen.



Geschmack und Zubereitung:

Rotkohl wird meistens gekocht und als Beilage zu Fleisch serviert. Man kann aus ihm aber auch Rotkohlsalat herstellen. Oft isst man ihn in Kombination mit Äpfel, Gewürznelken oder Lorbeerblätter.

 

Da das Gemüse viel Ascorbin enthält, dass sich beim Erhitzen in Vitamin C verwandelt, kann ein Erwachsener mit nur 100 g Rotkohl die Hälfte seines Tagesbedarfs an Vitamin C decken. Des Weiteren erhält der Kohl viel Eisen und viele Ballast- und Mineralstoffe. Der Farbstoff Anthocyan gilt als entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem.

Ernte und Lagerung:

Die Erntezeit ist von Mai bis Dezember, den Rotkohl findet man jedoch das ganze Jahr im Supermarkt oder auf den Wochenmärkten. Sobald der Kohl die marktgerechte Größe erreicht hat, kann der Kohl (eher Frühsorten) geerntet werden. Die Herbstsorten werden erst ab Oktober geerntet, sie haben bis  dahin eine gute Größe erreicht und sind für die Lagerung besser abgekühlt. Die Kohlköpfe werden mit scharfen Kohlmessern geschnitten. Die losen und beschädigten Blätter werden entfernt.

 

Im Kühlschrank kann der Kohl bis zu 12 Tage gelagert werden, er sollte jedoch mit Klarsichtfolie eingepackt werden. Wenn man die Kohlköpfe im kühlen Keller (z.B. auf Regalböden oder in Netzen) lagert, sollten sie nie zusammen mit Äpfel gelagert werden, da der Kohl sonst welk wird. Man kann den Rotkohl auch kopfüber mit Wurzeln aufgehängt einlagern.



Besonderheiten und Merkmale:

Da es unterschiedliche Sorten vom Rotkohl gibt, variiert auch seine Farbe. Violett sind die äußeren Blätter, die Rippen sowie die Blattadern. Die inneren Blätter sindmeist hellrot bis weiß. Der ph-Wert des Bodens, in dem er gewachsen ist, hängt davon sehr stark ab.

 

* saurer Boden -> rötlich

* alkalischer Boden -> bläulich

 

Im Raum Norddeutschland isst man den Rotkohl häufig mit sauren Zutaten, wodurch die rote Farbe verstärkt wird. Daher nennt man ihn bei uns im Norden auch Rotkohl oder Rotkraut. Im Süden wird er meisten Blaukraut genannt und wird dort auch eher süßlich zubereitet aus diesem Grund hat er dort ein eher bläuliches Aussehen.

Hinweis: Die Nährwertangaben unterliegen Schwankungen,

da es sich um Naturprodukte handelt.