Steckrüben sind ganz besondere Rüben

Informationen zu den Steckrüben:

Erntereife Steckrüben
Erntereife Steckrüben auf dem Feld.

HERKUNFT UND MERKMALE:

Die Steckrübe stammt aus der Familie der Kreuzblütler. Dazu gehören viele Gemüsesorten aber auch landwirtschaftliche Nutzpflanzen wie z. B. Senf oder Raps, Zierpflanzen und viele Unkräuter. 

Die Kohlrübe, auch Steckrübe genannt, war zuerst in Nordeuropa verbreitet und von da gelangten die Rüben in verschiedene Gebiete Asiens, später kam sie nach Kanada und die USA.

Die Steckrübe ist eine sehr alte und heutzutage weltweit verbreitete Kulturpflanze. Die Rüben sind je nach Sorte außen rot- oder grünköpfig und unten gelb, das Fleisch ist weiß oder gelb.


 

Am häufigsten werden Steckrüben in Niedersachsen, Westfalen-Lippe, Holstein und in Berlin angebaut. Beim Anbau sind sie eher anspruchslos und können fast überall wachsen. Dadurch lässt sich auch erklären, warum die Menschen in schwierigen Zeiten gerade dieses Gemüse als so wichtig empfanden.

 

Die Aussaat beginnt ca. zwischen Mai bis Juli, für die Ernte ist sie dann ab September bereit.

Die Hauptsaison ist von Oktober bis Januar, denn in der kalten und ungemütlichen Zeit schmecken deftige Eintöpfe einfach am Besten.

Die Rübe kann bis zu 1,5 kg schwer werden.

Das Steckrübenfeld wird mit einem Netz abgedeckt um die Rüben vor Schädlingen zu schützen.
Das Steckrübenfeld wird mit einem Netz abgedeckt um die Rüben vor Schädlingen zu schützen.


Anbau der Steckrübe:

Steckrüben werden Anfang Mai ausgesät oder aber als Jungpflanzen in den Boden gebracht, das hat zu Folge, dass die Steckrüben ein längeres Erntefenster haben. Dadurch werden die Rüben nicht lange eingelagert, sondern frisch vom Feld geerntet.

 

Der Boden muss locker, feucht und darf nicht zu viele Nährstoffe enthalten, da sonst die Steckrüben zu schnell wachsen und ggf. platzen. Die Steckrüben werden mit einem Netz abgedeckt um Schädlinge abzuhalten. Bis Ende August/ Ende September wachsen die Rüben, wenn sie groß genug sind, werden die Rüben geerntet.

 



Ernährungsphysiologische Bedeutung:

Die Steckrübe hat Kohlenhydrate (ca. 7 %, meist Zucker), Vitamine (Vitamin C,     ca. 33 mg), Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Phosphor, aber auch Senföle und Ballaststoffe.

Die Steckrübe wird wie Möhren gekocht und kann dann vielseitig verwendet werden. Durch den hohen Wasseranteil ist es ein kalorienarmes Wurzelgemüse.

Da die Steckrübe wenig Fett und kaum Kalorien besitzt, ist sie in einer schlanken Küche gerne willkommen.

 

Wintergemüse; u.a. Steckrübe und Schwarzwurzeln
Ein gesunder Wintergemüse-Korb!



Geschmack und Zubereitung:

Steckrüben sind in ihrem Geschmack eher delikat und herbsüß. Trauben- und Fruchtzucker sowie zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe machen die kalorienarmen Steckrüben zu einem echten Powergemüse.

Ob als Eintopf, Auflauf oder Pfannengericht - die Steckrübe ist einfach ein leckeres und vielseitiges Herbst- und Wintergemüse.

Besonders bekannt ist Omas Steckrübeneintopf mit leckeren Steckrübenwürfeln, Kartoffeln, Mettenden und vielleicht auch noch selbstgemachte Mehlklüten dazu. Eure Oma hat bestimmt auch noch gute Tipps für euch.

Wenn ihr Lust habt, euren eigenen Steckrübeneintopf nach Oma Gerdas Art zu kochen, dann bestellt euch ganz einfach eine Suppenkochbox.

Ernte und Lagerung:

Die Steckrübe wird vor dem ersten Frost geerntet und bei uns in Holzkisten im Kühlraum bis in den Frühling eingelagert. Wichtig dabei ist, das die Steckrüben vor der Einlagerung trocken in die Holzkisten kommen, damit kein Schimmel entsteht.

 

Ihr könnt die geschälten Gemüsinis Steckrüben im Kühlschrank ca. 5-7 Tage aufbewahren.

Ungeschälte Steckrüben könnt ihr im Kühlschrank einige Tage länger aufbewahren. Im Keller halten sich die Rüben auch mehrere Monate.

 

TIPP: Am besten befreit ihr die Steckrübe von ihren Blättern und bewahrt sie im kühlen dunklen Keller auf. 


Hinweis: Die Nährwertangaben unterliegen Schwankungen,

da es sich um Naturprodukte handelt.



VERWENDUNG UND VERMARKTUNG:

Früher, besonders in der Zeit des ersten Weltkriegs waren Steckrüben ein wichtiges Nahrungsmittel. Sie wurden nicht nur für Suppen und Eintöpfe verwendet, sondern auch für den Kaffeeersatz und für Brotaufstrich genutzt.

Im Mittelalter wurden die Rüben auch in der Heilkunde eingesetzt, da sie besonders im Aroma und bei den Vitalstoffen überzeugen konnte. 

Heutzutage hat die Steckrübe ihr Comeback und lässt sich in viele verschiedene Gerichte verzaubern. Nicht ohne Grund versuchen sich immer mehr Sterneköche an der besonderen Rübe.

Geputzte Steckrüben werden in Boxen eingelagert.
Geputzte Steckrüben werden in Boxen eingelagert.